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Enttarnt! Hintergründe und Hintermänner von PSIRAM!

9. Oktober 2019 5 Kommentare

Wenn die Trutherhorde die Psiram-Basis stürmt, wird’s Zeit das Weite zu suchen. Wenn es denn klappen würde…

Letztens im geheimen Psiram-Hauptquartier: celsus trocknet sich gerade nach einem erfrischenden Bad im Pharma-finanzierten Geldspeicher ab. Pelacani füttert träge den Welpen-Häcksler. Plötzlich hält er inne.

„Hast du das auch gehört?“

„Was?“ fragt celsus und legt den Kopf schief, um sich die letzten Cent-Stücke aus den Ohren zu schütteln.

„Da war was.“

„Was soll da gewesen sein? Wir sind hier in einem stillgelegten Endlager, ein paar Meter unter der Erde, umgeben von Stahlbeton, da kannste nix hören.“

Groucho steckt den Kopf aus der Tür des Bernsteinzimmers. Hinter ihm verklingen noch die letzten Töne von „Once Upon A Time in Shaolin“. Das Album gilt als verschollen, seit unser Admin Martin Shkreli eingefahren ist (#FreiheitfürunserenPharmaBro, bitte RT), aber Groucho hat ’ne Raubkopie. Er will uns nicht sagen, woher, aber wir haben da einen … *hust* darknet *hust* … Verdacht.

„Ich hab’s auch gehört. Die Jungs vom Mossad in der Einliegerwohnung?

„Neee, das klingt gutturaler.“

„Leutz, ich weiss, was das ist. Das ist der Praktikant, der Twitter im Auge behalten soll.“

Und tatsächlich: Während wir unseren Kater aus … ähem … den Schlaf der Gerechten schliefen, braute sich auf Twitter ein Unwetter zusammen, das geeignet ist, um das Projekt Psiram zu gefährden. Wir dachten ja, dass wir unsere Spuren im Netz gut genug verwischt hätten, aber jahrelanger Recherche und sorgfältigster journalistischer Arbeit durch ein ganzes Recherche-Kollektiv hatten wir nichts entgegenzusetzen. Was blöd ist, denn nur sieben Jahre nachdem wir dank einer Flut von Verleumdungsklagen die Kontrolle über die Esowatch.com-Domain verloren haben, müssen wir jetzt schon wieder umziehen. Das findet die Psiram-Unterlagen-Behörde, die unsere gesammelten Dossiers verwaltet, gar nicht gut. Glaubt mal ja nicht, dass es nach unserer Odysee durch Bahrain, Barbados, Grenada, Guam, Macau, den Marshall-Inseln, die Monogolei, Namibia, Palau, Panama, Samoa, Amerikanisch-Samoa, St-Lucia, Südkorea, Trinidad und Tobago, Tunesien und die VAE noch leicht ist, einen geeigneten Anbieter zu finden, der nichts dagegen hat, dass ihm Interpol immer wieder mal Bude einrennt, so mit Vollmontur und Rammbock und so, weil wegen mit ohne Impressum für ein gewerbliches Angebot, mit dem wir uns offensichtlich dumm und dämlich verdienen. Ich erinnere nur an die unselige Situation in der Türkei, als wir uns die Bandbreite mit dem überraschend nachgefragten Streifen „Wolllüstige Dildo-Debütantinnen und Rudolf, the red-nosed reindeer“ teilen mussten, weil unser Webhoster free speech noch ein kleines bisschen weiter ausgelegt hat, als wir das tun. Ganz offensichtlich fasst er darunter auch die sinnbefreite Aneinderreihung von Lauten wie „aaah!“ und „oooh!“ und „Ja, Rudolf, gib’s mir!“.

Ganz billig ist so ein Umzug mit Sack, Pack und Archiv auch nicht und auch wir sind Opfer der digitalen Transformation! Falls ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet: Die Pharma-Industrie gehört zu den „disrupted industries“. Da sprudelt der Euro auch nicht mehr so fröhlich! Und dann noch dieser Moloch EU, mit dem Datenschutz und diesen ganzen neuen Regeln für verkappte Werbeaussagen von Influencern auf Instagram! Deswegen haben wir letztes Jahr statt der üblichen zwei bis drei Bazingallionen nur noch eine überwiesen bekommen, die Ad-Revenues gehen dramatisch zurück und ihr glaubt ja gar nicht, was wir bei Google für die SEO latzen müssen! Blöde Historiker, als wenn deren Erkenntnisse zu mittelalterlichen Strafwerkzeugen irgendwen interessieren würden … .

Wir mussten harte Einschnitte vornehmen. Nicht gespart wurde natürlich an unserer Haupteinnahmequelle, dem mit Werbebannern übersäten Wiki, das mit monatlichen Spendenaufrufen nervt. Immerhin sind schon nur für die Pflege des Wikis vierzehn übertarifliche Vollzeitgehälter plus Dienstwagen zu bezahlen – anders kann diese Professionalität (Merci!) ja nicht zu erklären sein.

Bevor wir hier im Blog weitermachen, deshalb zunächst eine friendly sponsored ad, im Auftrag unseres Brötchen- und Croissantsgebers, Big Pharma, der sich auch ständig fragt, an wen er bei einer anonymen Webpräsenz denn jetzt die ganze Kohle überweisen soll.

*einspielerdudelmusik*

Homöopathie wirkt nicht über den Placebo-Effekt hinaus.

Ausser natürlich, es handelt sich um nur gering verdünntes Gift, welches der Hersteller mit dem Begriff „Komplexmittel“ notdürftig getarnt dank des Binnenkonsens im Rahmen einer „Zulassung light“ ohne angemessene Abwägung von Nutzen und Risiko an handverlesenen Nix-Blickern vorbeischleusen kann.

(@Hevert: Eure regelmäßigen „Spenden“ für unsere freundliche Unterstützung Eurer Marketing-Strategie nehmen wir natürlich weiter gerne über Patreon unter „GoForceYourself“ entgegen. Und natürlich kämpfen wir weiter mit euch für die Apothekenpflicht eurer Produkte: Hochpotenzen ins Süßigkeitenregal, Hevert-Produkte in die Giftschränke außerhalb der Sichtwahl.)

Zurück zum schonungslosen Enthüllungsbericht von coddectiv.events oder so.

Die Kunde von der Enttarnung verbreitete sich in Windeseile über alle Etagen unseres Bunkers und die verunsicherten Psiramler sammelten sich im Ballsaal unter der L.-Ron-Hubbard-Gedenk-Disco-Kugel. Unsere gut besetzte Pressestelle flatterte umher wie ein aufgescheuchter Hühnerstall. Eines ist klar: Es werden Köpfe rollen! Unsere Poststelle in Person von Herr/Frau/div. Vierhorst ist den Tränen nahe und ringt mit den Händen: „Ich habe es euch ja schon immer gesagt, dass dieser Tag mal kommen wird! Ihr solltet mal die brillianten, überzeugenden E-Mails sehen, die regelmäßig reinkommen! Ich hab jetzt auch einen Kozyrev-Spiegel, denn dieser rationalen, gut strukturierten, fakten- und evidenzbasierten Argumentation kann man sich einfach nicht entziehen!“.

Unser aller Wikisysop, gerade vom Bilderberger zurück, kommt rein. Sofort senkt sich ehrfürchtige Stille über die autoritätshörigen Anwesenden.

„Was ist denn hier los? Was steht ihr hier alle rum? Habt ihr nichts zu tun? Die Wikipedia editiert sich nicht von alleine!

Der Praktikant reicht ihm zitternd einen Ausdruck auf strahlendweißem, chlorgebleichtem Papier, für das ein paar jahrhundertealte Bergulmen (sowie ein paar Robbenbabys) dran glauben mussten.

Mit gefurchter Stirn überfliegt Wikisysop den Text.

„Internet-Pranger … illegal … Verleumdung und Rufmord … fragwürdiger Wikipedia-Propaganda-Eintrag … gescheitert … kriminell abgehalfterte Existenzen… millitanter Arm der GWUP … Sekte … Denunziationsplattform … schmeißen mit Dreck.“

Er blickt hoch.

„Was habt ihr denn alle? Ist doch alles sauber recherchiert und gut geschrieben. Und steht auch alles so in unserem Handelsregistereintrag. Ich wüsste nicht, wo da das Problem liegen sollte.“

„Lies weiter!“ ruft Dr. Kränk, der Leiter des Psiram-Lab.

Wikisysop liest weiter – und stockt.

„Der nennt uns „Pussys“!“

Ein empörtes Raunen geht durch die Runde. Melania schüttelt nur traurig den Kopf. War der jahrelange Einsatz der FLOTUS gegen hate speech im Internet letztlich doch vergeblich?

„Frechheit, das!“ Ernst Stavro Blofeld ist zum Brunchen gekommen und kann es kaum fassen. Sein Streicheln wird immer hektischer, bis Schneeball genug davon hat, mit einem Fauchen zu Boden springt und durch die angelehnte Tür im Raum für Vivisektionen verschwindet.

Aber wo er Recht hat, hat er Recht. Wenn wir „richtige Männer™“ wären, dann würden wir natürlich jeden Blog-Beitrag, jeden Wiki-Eintrag und jedes Posting im Forum namentlich kennzeichnen. Weil man das im Internet so macht.

Und dann ein paar Jahre Lebenszeit damit verschwenden, mit Engelsgeduld immer und immer wieder zu erklären, dass wir

a) nicht gewerblich unterwegs sind,
b) nicht doxxen, sondern im Psiram-Wiki nur auf Leute verweisen, die sich selbst und meist aus gewerblichen Erwägungen dafür entschieden haben, im Internet mit Klarnamen unterwegs zu sein und
c) auch im zwölften Jahr unserer Existenz immer noch auf den bitterbösen Brief von der Staatsanwaltschaft warten, der uns so verlässlich versprochen wird.

Denn so machen „richtige Männer™“ das.

Wie gut, dass wir keine sind.

KategorienAllgemein, cool, Satire Tags:

Wir präsentieren: Das Psiram-Quacktett

5. Juni 2018 12 Kommentare

Nach langjähriger Forschungsarbeit in den Tiefen der Psiram-Labs und unter Verwendung üppigster Mittel aus Crowdfunding-Kampagnen – von denen wir allerdings das meiste auf den Kopf gehauen haben – dürfen wir präsentieren:

Das Psiram-Quacktett

 

Pünktlich zur Freibadsaison ist es nun auch in leichter Bekleidung und ohne Internetzugriff möglich, so vergnüglich wie lehrreich einige Größen der deutschsprachigen Quack-Szene kennenzulernen und dabei den einen oder anderen Stich zu machen. Wer es noch nicht kennt: Als Quartett (wir haben das Wort nur ein wenig abgewandelt ;)) bezeichnet man ein Kartenspiel, das man – unter anderem – so spielen kann: Mehr…

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Psiram-Labs präsentieren: Die Karma-Korrektur

15. November 2017 5 Kommentare

Nachdem Psiram seit zehn Jahren im Auftrag der Reptiloiden und mit großzügiger Unterstützung der Farmermafia alles daran setzt, alternativwissenschaftliche Innovationen im Keim zu ersticken, sind wir einerseits etwas müde geworden, andererseits aber auch endlich zur Besinnung gekommen, dass wir die ganze Zeit auf der falschen Seite standen. Also haben wir uns im dreiundzwanzigsten Untergeschoss der NWO-Zentrale an einen großen Tropenholz-Konferenztisch gesetzt und bei einem guten Glas Glyphosat überlegt, wie es weitergehen kann.

Sofort war klar, dass wir unser über die Jahre angesammeltes schlechtes Karma zu Lebzeiten durch gute Taten nicht annähernd in den positiven Bereich bewegen können. Immerhin hatten wir bisher gemeinsam mit anderen Verblendeten den spirituellen Aufstieg und die umfassende Heilung von Mutter Erde sowie der gesamten Menschheit verhindert. Es musste also eine andere Lösung her. So begannen wir, mit Hilfe vieler nützlicher Hinweise aus unserem Wiki eine Methode zu entwickeln, die uns selbst vor der ewigen Verdammnis retten, dabei der Menschheit endlich die Lösung aller Probleme liefern und uns nebenbei noch unglaublich viel reicher machen sollte.

Das Ergebnis unserer intensiven Forschungen ist ein wahrlich revolutionäres, mehrstufiges und ganzheitliches Konzept, welches in dieser Form nie zuvor möglich war und nun der ganzen Welt zur Verfügung stehen soll: Die Karma-Korrektur!

Dr. Kränk (Name geändert), Leiter Psiram-Labs, testet die Karma-Bürste, mit der sich unser neu entwickeltes Karma-Tonikum direkt auf die Kopfhaut auftragen lässt

Mehr…

Psiram Bullshit-Bingo

19. Juni 2017 26 Kommentare

In Diskussionen mit Menschen, die, nun, gewisse Vorbehalte gegenüber unserer Arbeit haben, fallen immer die selben Schmähungen, wie wir beobachtet haben. Damit solche Unterhaltungen zukünftig mehr Spaß machen, haben wir ein Bullshit-Bingo gebaut.

Anleitung:
Sobald in der Diskussion eine Psiram-Beschimpfung auftaucht, den passenden Begriff auf der Bingo-Karte anklicken. Wenn eine Zeile, Spalte oder Diagonale gefüllt ist, Schampus öffnen.

Prost!

Nachtrag: Es gibt jetzt auch eine Offline-Version zum Download

Psiram Bullshit-Bingo
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Die Dollar Street – Bilder von Wohnungen aus aller Welt

8. Dezember 2016 4 Kommentare

240 Familien. 46 Länder. 30.000 Bilder.
Wenn man über andere Länder liest oder sie in den Nachrichten sieht, kann man sich eigentlich nicht vorstellen, wie die Menschen leben. Wie sieht das Wohnzimmer, das Klo, die Zahnbürste einer wohlhabenden Familie in China, einer armen Familie in Kolumbien, wie sieht das Spielzeug der Kinder, der Kühlschrank, die Hände dieser Menschen aus?

Bilder von Familien aus diversen Ländern mit Einkommen

Übersicht Familien mit Monatseinkommen

In einem fantastischen neuen Projekt hat die Gapminder Stiftung von Hans Rosling Bilder von Familien rund um die Welt online gestellt. Man kann sehen, wie Familien in der ganzen Welt leben. Mehr…

Kinderlähmung: Weltweiter Impfstoffwechsel

16. Juni 2016 8 Kommentare

Behandlung von Kinderlähmung mit Eiserne Lungen

Behandlung von Kinderlähmungsfolgen mit Eisernen Lungen

Wir haben hier im Blog schon regelmäßig von diesem – ja, man muss es so nennen – titanischen Vorhaben berichtet, das die Ausrottung der Kinderlähmung darstellt. Vor wenigen Jahrzehnten noch hatte Deutschland mit Tausenden Fällen pro Jahr zu kämpfen, heute ist diese Krankheit sogar weltweit praktisch nicht mehr existent. Die Impfung hat sich in diesem Kampf als hervorragendes Mittel gezeigt und der Erfolg ist klar sichtbar: Wer kennt heute noch die Eiserne Lunge?

Im April wurde in einer weltweit koordinierten Aktion der Impfstoff in 155 Ländern ausgetauscht und man rechnet damit, dass 90% der negativen Auswirkungen der Impfung durch den Wechsel beseitigt wurden.

Die letzten Bollwerke, in denen die Krankheit noch heimisch ist, stellen Afghanistan und Pakistan dar; dort wurden dieses Jahr erst 15 Fälle gemeldet (Stand 18. Mai 2016), es geht dem Ende zu. Es gab in den letzten Jahren zwar Rückschläge, so führte z.B. der Krieg in Syrien zu sinkenden Impfraten und es kam (wohl durch afghanische oder pakistanische Kämpfer eingeschleppt) vor wenigen Jahren zu einem Ausbruch, der nur mit großer Mühe unter Kontrolle gebracht werden konnte, dennoch ist die Kampagne fast am gesteckten Ziel angelangt.

Das allerdings unter großen Schmerzen und Schwierigkeiten. Impfhelfer sind in Pakistan (und nicht nur dort) einer großen Gefahr ausgesetzt, praktisch jedes Jahr gibt es Anschläge auf die Mitarbeiter der Impfkampagne. Zuletzt starben im Januar 15 Menschen bei einem Bombenanschlag, 24 weitere wurden verletzt. Gruppen der Taliban sind der Überzeugung, dass mit den Impfungen ein Ausrottungsprogramm durchgeführt wird, d.h. die Impfungen zu Unfruchtbarkeit führen. Mehr…

Meine Mama bringt mich um

7. Oktober 2014 Keine Kommentare

Text und Video: diewahrheit.at

Musik: Thomas Eder